Die Münchner S-Bahn
 
Die zweite Stammstrecke  
 
 


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blau: bestehende Stammstrecke
rot: geplante, zweite Stammstrecke

Mit Einführung des 10-Minuten-Taktes auf drei Linien ist die bisherige Stammstrecke der Münchner S-Bahn Ende 2005 auf ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Eine Verdichtung des 120-Sekunden-Abstandes auf einen 90-Sekunden-Abstand ist zwar technisch realisierbar, ist jedoch mit der "Komponente Mensch" nicht zu machen. Schon jetzt kann nur durch die eiserne Disziplin der Mitarbeiter die Weiterfahrt nach nur 20 Sekunden Halt und damit der reibungslose und pünktliche Ablauf gewährleistet werden.

Um einen 10-Minuten-Takt auf weiteren Linien einführen zu können und für die Zukunft gerüstet zu sein, ist eine zweite Stadtquerung in West-Ost-Richtung unumgänglich. Ein positiver Nebeneffekt dieser zweiten Querung wäre eine Ausweichmöglichkeit im Falle einer Störung auf einer der Stammstrecken. Die Pendler und die Mitarbeiter wissen ein Lied davon zu singen, wie sich Fahrzeiten verdoppeln und verdreifachen, wenn im "Stamm" ein defektes Fahrzeug, ein ausgefallenes Signal oder die ärztliche Versorgung eines Fahrgastes den Verkehr quasi zum erliegen bringt.

Von den zwei möglichen Varianten Südring und zweiter Innenstadttunnel haben sich der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn auf die zweite Innenstadtquerung geeinigt. Um die hohen Kosten zu drücken werden zwischen Laim und Leuchtenbergring bzw. Ostbahnhof nur zwei Halte am Hauptbahnhof und am Marienhof vorgesehen, mit denen die Umsteigemöglichkeit auf alle U-Bahn-Linien gewährleistet sind. Um eine Realisierung bis 2012 finanzieren zu können, wird vorerst auf die Anbindung des Ostbahnhofs an den zweiten Tunnel verzichtet.

Darf ich Sie zu einem Spaziergang entlang der neuen Stammstrecke einladen? In einzelnen Abschnitten zeige ich Ihnen auf den nachfolgenden Seiten den genauen Verlauf der Strecke und wie es dort heute aussieht.

Hier gehts zum Abschnitt Laim - Hirschgarten.

 
     
letzte Änderung: 21.08.2009